Öffnungszeiten

Servicepoint

 02151 – 4446333

 Montag bis Freitag:
 7:00 bis 22:00 Uhr


Kanu



Neues aus der Kanu-Abteilung

Die Kursteilnehmer üben Manöver auf dem Wasser
Kanu 20.07.2026

A2-Kurs der Salzwasser Union beim SC Krefeld

Ein Erfahrungsbericht von Gabi Schwanke

Am 11. und 12. Juli fand beim SC Krefeld ein ausgebuchter A2-Kurs der Salzwasser Union unter der Leitung von Christian statt. Die Teilnehmenden brachten ganz unterschiedliche Vorkenntnisse und Erfahrungen mit.

Der A2-Schein bereitet darauf vor, unter moderaten Bedingungen sicher an Tagestouren auf Küstengewässern teilzunehmen. Entsprechend vielseitig waren die Kursinhalte: von der Auswahl der richtigen Ausrüstung über effiziente Paddeltechniken und das sichere Beladen des Kajaks bis hin zu verschiedenen Rettungs- und Schlepptechniken sowie dem richtigen Verhalten in Notfallsituationen. Theorie und Praxis wechselten sich sinnvoll ab, sodass das Gelernte direkt auf dem Wasser umgesetzt werden konnte.

Chris verstand es hervorragend, die Inhalte fachlich fundiert, ruhig und mit viel Erfahrung zu vermitteln. Besonders beeindruckend war, wie individuell er auf die Teilnehmenden einging. Egal, ob bereits routinierter Paddler oder noch mit Respekt vor der ersten Kenterung – jeder wurde genau dort abgeholt, wo er gerade stand. Das sorgte nicht nur für sichtbare Lernfortschritte, sondern auch für eine entspannte und motivierende Atmosphäre.

Auch wenn am Ende nicht alle den A2-Schein mit nach Hause nehmen konnten, war die Stimmung durchweg positiv. Denn im Seekajaksport geht es nicht darum, möglichst schnell eine Bescheinigung zu erwerben, sondern die notwendigen Fähigkeiten so sicher zu beherrschen, dass sie im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Wer den Kurs wiederholt, dreht deshalb keine „Ehrenrunde“, sondern hat die Chance, die eigenen Fähigkeiten weiter auszubauen – und genau darum geht es schließlich.

Neben dem intensiven Training kam auch der Spaß nicht zu kurz. Es wurde viel gelacht, Erfahrungen wurden ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft – beste Voraussetzungen für weitere gemeinsame Touren auf dem Wasser.

Mein Fazit: Ein hervorragend organisierter Kurs mit einer kompetenten und engagierten Kursleitung, einer tollen Gruppe und ganz viel Motivation, das eigene Können weiterzuentwickeln. Vielen Dank an Chris und den SC Krefeld für dieses gelungene Ausbildungswochenende!

 

Gabi Schwanke
Kanu Klub Zugvogel Essen (KKZ) und Herdecker Kanu-Club 1925

11 Männer stehen vor Zelten
Kanu 06.07.2026

Herrentour 2026

Wildwasser, Wetterkapriolen und jede Menge Gemeinschaft

27.06. – Aufbruch ins Abenteuer

(JD) Pünktlich um 20:00 Uhr trafen sich die elf Teilnehmer – Matthias, Hendrick, Linus, Timo, Klaus, Andreas, Winni, Piet, Josch, Christian und Jörg – am Bootshaus, um Bus, Boote und jede Menge Ausrüstung für das diesjährige siebentägige Kanu-Camp zu verladen. Nachdem alles seinen Platz gefunden hatte, rollte der Bus gegen 21:30 Uhr in Richtung Pfunds in Tirol. Die Vorfreude war groß – schließlich warteten Wildwasser, Lagerfeuerstimmung und die ein oder andere Anekdote bereits auf uns.

Sonntag Lager aufschlagen und die ersten Wellen

Kurz vor dem Ziel legten wir in Landeck noch einen Frühstücksstopp beim Bäcker Ruetz direkt am Bahnhof ein. Gut gestärkt erreichten wir wenig später den Campingplatz Via Claudiasee, dessen Badesee sofort Urlaubsstimmung aufkommen ließ.

Die besten Plätze mit Seeblick waren natürlich heiß begehrt. Innerhalb von zwei Stunden stand unser kleines Kanudorf, und kaum waren die Zelte aufgebaut, wurden bereits die ersten Paddelpläne geschmiedet.

Die jüngeren Wildwasser-Enthusiasten eröffneten die Woche mit der Scuoler Strecke bei rund 27 m³/s. Zwei knackige Wildwasser-IV-Stellen sorgten direkt für Konzentration und echtes Wildwasservergnügen.

Den ersten Abend ließen wir bei einem hervorragenden Essen im „Wilden Mann” in Tösens ausklingen.

Montag Paddeln trotz Pannen

Nicht jeder startete optimal in den Tag. Josch wurde zunächst von einer zarten Diarrhöe ausgebremst, ehe auch noch das Auto streikte. Zum Glück ist Josch ADAC-Mitglied und gemeinsam mit Klaus konnten sämtliche organisatorischen Herausforderungen bewältigt werden, während der Rest der Mannschaft die Gelegenheit nutzte, auf der Martina-Strecke ins bewegte Wasser zu starten. Schöne Kehrwasser, flotte Schwalle und jede Menge Fahrspaß sorgten dafür, dass das Selbstvertrauen für die kommenden Tage deutlich wuchs.

Am Nachmittag bestritten wir dann unsere erste gemeinsame Tour mit allen Teilnehmern auf dem Inn. Wir machten uns auf, um direkt vom Campingplatz bis nach Tösens zu paddeln.

Bei rund 50 m³/s zeigte sich der Inn von seiner sportlichen Seite. Technisch anspruchsvolle Passagen, schöne Kehrwasser, einige kleinere Stufen und Schwallstrecken sorgten für einen gelungenen Paddeltag.

Am Abend wurde es mediterran: Beim gemeinsamen Einkauf entstand ein griechischer Abend mit Tzatziki, Bauernsalat und einer beachtlichen Menge Ouzo – selbstverständlich vor, während und nach dem Essen.

Das Deutschlandspiel schauten wir bis tief in die Nacht bei der Familie Oberhofer in der guten Stube. Glücklich waren diejenigen, die es nicht bis zum Ende ausgehalten- und stattdessen ins kuschelige Zelt gingen.

Dienstag Business Class auf dem Campingplatz

Müde und mit roten Augen gab es Rührei zum Frühstück – besser kann ein Paddeltag kaum beginnen. Einige Teilnehmer reisten dabei stilgerecht in der “Business Class”, denn ihre Campingstühle boten ungefähr den Platz eines Langstreckenfluges.

Auf dem Programm stand die Strecke von Tösens bis Prutz. Aufgrund der Gruppengröße wurden zwei Paddelgruppen organisiert. Hendrick und Linus übernahmen jeweils die Führung und lotsten beide Teams souverän durch den anspruchsvolleren Abschnitt.

Während die jüngeren Herren gemeinsam mit Andi anschließend noch die Sanna unsicher machten, entschieden sich die anderen für Apfelstrudel mit Vanillesoße im Wilden Mann – ebenfalls eine Form der Regeneration.

Am Abend wurde es laut, lustig und legendär: Rage Cage sorgte für beste Unterhaltung und spätestens nach Winnis persönlichem „Armageddon” war allen klar, dass dieser Abend noch lange Gesprächsthema bleiben würde.

Mittwoch Regen, steigende Pegel und Rollenkönige

Eigentlich sollte heute die Giarsun-Schlucht auf dem Programm stehen. Doch Dauerregen ließ die Pegelstände förmlich explodieren. Als der Inn gegen Mittag eine nahezu hockeyschlägerförmige Pegelkurve entwickelte, war klar: Sicherheit geht vor.

Stattdessen ging es erneut auf die Scuoler Strecke.

Hendrick, Hasso, Timo, Josch, Andi und Christian nutzten die Bedingungen optimal. Besonders Josch machte mit insgesamt zwei erfolgreichen Eskimorollen auf sich aufmerksam und durfte sich am Abend völlig verdient und eigenständig zum “Rollenkönig” küren.

Währenddessen verbrachten Klaus, Piet, Winni und Jörg einen entspannten Kulturtag im zollfreien Samnaun in der Schweiz.

Pünktlich zum Abend hörte sogar der Regen auf. Die Sportlichen spazierten nach Pfunds zum Abendessen ins Vabene, die „Ausgepowerten“ nahmen den Bus.

Anschließend klang der Abend gemütlich im Pavillon aus, wo bereits die nächsten Wildwasserpläne geschmiedet wurden.

Donnerstag Die Königsetappe

Für Hendrick, Timo, Linus und Matthias wartete heute mit der Unteren Ötz von Ötz bis Haiming echtes Wildwasser der Kategorie IV. Zwölf Kilometer ohne echte Pause, viel Druck, schnelle Entscheidungen und permanentes Arbeiten im Boot. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: keine Schwimmer, keine Rollen – eine blitzsaubere Mannschaftsleistung.

Doch damit war der Tag noch nicht vorbei.

Direkt im Anschluss ging es in die berühmte Imster-Schlucht. Hohe Wellen, kräftige Walzen und jede Menge Fahrspaß sorgten erneut für Grinsen im Gesicht. Lediglich Winni musste nach einer etwas innigeren Begegnung mit einem Stein eine beeindruckende Eskimorolle demonstrieren. Auch hier blieb die gesamte Gruppe trocken und erreichte Haiming ohne Schwimmer.

Den gelungenen Tag feierten wir wieder mit reichlich Tzatziki und Grillgut aus der Heimat.

Am Abend kam es dann doch noch zu einem Beinaheunfall, als uns ein Tiroler-Tyrann heimsuchte – der berüchtigte „Nackenzwicker“. Dieses Insekt wird man nur los, indem man sich groß macht und laut schreit.

Irgendwann ließ der Bursche von uns ab und die Lichter gingen aus.

Freitag Wildwasser oder Kultur

Ein Teil der Gruppe stellte sich erneut der Scuoler Strecke. Hendrick, Timo, Linus, Matthias, Winni, Andi und Josch meisterten die Schlüsselstellen souverän oder entschieden sich mit gesundem Menschenverstand für ein Umtragen. Beides zählt schließlich zur Erfahrung.

Der Biergarten direkt an der Strecke wurde für eine erfrischende Pause genutzt. Der Service war sehr freundlich- und auf Kanuten eingestellt. So trank man feinen Riesling oder ein leckeres Alsterwasser und auch die Zeit während des Umsetzens am Ende der Tour wurde durch eine Runde Flunkyball verkürzt.

Die Kulturfraktion – Christian, Piet, Klaus und Jörg – erkundete stattdessen die Radurschlklamm und entschied sich bewusst dafür, ihre bis dahin makellose Schwimmer-Statistik nicht unnötig aufs Spiel zu setzen.

Am Nachmittag schwammen wir stattdessen lieber im Claudiasee, belegten die Insel und genossen das ein oder andere Bierchen. Für das Abendessen war im Hotel zur Post ein Tisch reserviert, hier erwartete uns ein geschmackliches Highlight bei lustigem Service.
Nach dem Essen verabschiedeten wir Hendrick und Hasso, die sich sogleich auf den Heimweg nach Uerdingen machten.

Samstag Abschied von Tirol

Der letzte Morgen begann ganz entspannt mit Kaffee in der Sonne, bevor das große Abbauen des Camps startete.

Nach einem ausgedehnten Frühstück beim MPreis begann gegen 10:30 Uhr die Heimreise.

Ein absolutes Highlight wartete jedoch noch bei Stuttgart: Christian hatte gemeinsam mit seiner Mutter einen legendären Fleischkäse-Stopp organisiert. 18 frische Fleischkäsesemmeln verschwanden in Rekordzeit. Besonders bemerkenswert: Die komplette Mannschaft wurde von Christians Mutter eingeladen. Herzlichen Dank dafür – besser kann eine Heimreise kaum schmecken.

Zuvor mussten wir allerdings noch den Grenzübergang Füssen/Reutte passieren. Auf die freundliche Frage des Bundespolizisten: „Kommt ihr von der Arbeit?” konnten wir überzeugend mit „Nein, vom Paddeln!” antworten. Offenbar braucht unser Bus dringend etwas mehr Vereinsdesign, sollten wir nicht weiterhin für osteuropäische Wanderarbeiter gehalten werden.

Das wohl schönste Kompliment der Tour kam schließlich von einem unserer jüngeren Kanuten: „Wenn ihr alt seid, bin ich immer noch jung.” Ob sich diese Aussage auf unsere Paddeltechnik oder unsere erstaunliche Standfestigkeit bei Flunkyball, Beerpong und Rage Cage bezog, bleibt bis heute ungeklärt. Anonyme Anfragen bearbeitet Linus gerne.

Gegen 21 Uhr erreichten wir schließlich wieder unser Bootshaus in Uerdingen.

„Nä wat is dat schön hier – endlich keine Berge mehr!“

Fazit

Sieben Tage voller Wildwasser, Teamgeist, guter Gespräche, sportlicher Herausforderungen, bestem Essen und unzähligen Lachern liegen hinter uns. Ob anspruchsvolle Wildwasserstrecken, spontane Kulturtage, legendäre Spieleabende oder einfach das gemeinsame Sitzen am Pavillon – genau diese Mischung macht unsere Herrentour jedes Jahr zu etwas Besonderem.

Ein ganz besonderer Dank gilt Andreas, der die gesamte Tour hervorragend organisiert hat und dafür sorgte, dass wir uns voll auf das Wesentliche konzentrieren konnten: Paddeln, Gemeinschaft und jede Menge Spaß.

Auf die Herrentour 2027!
Mögen die Pegel passen, die Rollen sitzen, die Schwimmer ausbleiben, die Fleischkäsesemmeln niemals ausgehen und die Geschichten am Lagerplatz jedes Jahr ein bisschen besser werden.

In diesem Sinne: Gut Paddel bis zur nächsten Herrentour!

Kanuten auf dem Siegerpodest
Kanu 01.07.2026

Kanuten beim Ruhr-Slalom in Schwerte erfolgreich

Am vergangenen Wochenende stand der Ruhr-Slalom in Schwerte auf dem Wettkampfprogramm. Bei hochsommerlichen Temperaturen herrschten anspruchsvolle Bedingungen. Um die Belastung für die Sportlerinnen und Sportler zu reduzieren, passte der Veranstalter den Wettkampf entsprechend an.

Für die jüngsten Teilnehmer Emma, Max und Julian war es der erste Slalomwettkampf überhaupt. Alle drei meisterten die Slalomstrecke erfolgreich und durften sich am Ende über ihre ersten Medaillen freuen – ein gelungener Einstieg in den Slalomsport.

Auch in den Leistungsklassen konnten zahlreiche gute Ergebnisse erzielt werden:

Phillip sicherte sich im Kajak Cross den 2. Platz. Gero belegte im C1 den 3. Platz. Gemeinsam mit Wilhelm erreichte er im C2 den 2. Platz. In einer C2-Renngemeinschaft paddelten die beiden außerdem auf Rang 3.

Leona ging gemeinsam mit Mia aus Schwerte im C2 der U18 an den Start. Das Duo zeigte eine starke Leistung und belohnte sich mit dem 2. Platz.

Besonders erfreulich war die Teilnahme einer Damenmannschaft nach längerer Zeit. Anna, Johanna und Leona fuhren gemeinsam auf einen hervorragenden 3. Platz.

In der Herrenmannschaft sprang Julius kurzfristig ein. Für ihn war es der erste Mannschaftslauf. Gemeinsam mit Gero und Wilhelm absolvierte er den Kurs souverän und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen in dieser Disziplin.

Trotz der hohen Temperaturen, die allen Beteiligten einiges abverlangten, bleibt der Ruhr-Slalom in Schwerte als gelungenes Wettkampfwochenende in Erinnerung. Nun richtet sich der Blick auf die kommenden Trainingseinheiten und die nächsten Wettkämpfe.

Herzlichen Glückwunsch an alle Sportlerinnen und Sportler zu ihren starken Leistungen. Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem den Betreuerinnen und Betreuern sowie dem KVS Schwerte für die gelungene Ausrichtung des Wettkampfs.



Trainingszeiten


Ansprechpartner